but it refuses to shine
Ja - Hathaway hat sich ihren Oscar ganz verdient ersungen. Dann verstirbt sie und man vermisst ihr Höchstniveau-Jammern den ganzen langen langen langen restlichen Film. Und die Kamera hasst Hugh Jackman, er sieht echt elend aus. Was ich ungerecht finde. Amanda Seyfried hingegen wird von ihr geliebt, aber die kann man auch einfach nicht schlecht filmen.
glamourdick - 26. Feb, 23:33
glamourdick - 31. Dez, 16:58
20somethings, hört auf Eure Eltern. Wenn nicht auf die, dann auf mich. Wenn das Stichwort "gentleman´s agreement" aufkommt: rennt!.
glamourdick - 8. Sep, 20:35
Jemand, der nicht so ganz richtig ist, der zu viel weint, der Stress mit seiner Schwester hat, der außen vor steht und quasi keine Freunde hat, alle möglichen Drogen ausprobiert, sich aber dann die besten Freunde aussucht - das war ja klar, dass ich das Buch lieben würde, weil es mein Teenage beschreibt. Dass es dann aber auf einmal eine Auflösung findet, die zu nah dran ist, damit hab ich nicht gerechnet und ich weiß nicht, ob es wirklich das perfekte Geschenk ist. Genau so gut hätte ich Eintrittskarten zu den schmerzlichsten Therapiesitzungen ever verschenken können. Zu spät, es ist in der Post. In einem Fall liegt sogar der im Buch gelistete Soundtrack bei. Die Lieder, die ich in meinem Itunes nicht hatte, habe ich sinnvoll ausgetauscht und mich - das war noch bevor ich das Ende gelesen hatte - gefragt, ob "Oh God please help me" von Marianne nicht vielleicht too much wäre. Von wegen. Ich werde es jetzt sicher nicht gleich noch einmal von vorne lesen, nicht, weil es auf einmal schlecht ist, sondern, weil ich gemerkt habe, dass es zu nah dran ist, dass ein Trauma tatsächlich nie behoben wurde, therapeutisch, und dass ich immer noch zusammenzucke, wenn es angerührt wird. Das könnte ich auch mit der Therapeutin nicht, und ich habe immer gemerkt, dass auch sie es nicht kann und will. Die Vorteile des Mauerblümchens, das beschreibt vielleicht Charlie. Aber auch Tante Helen.

glamourdick - 28. Aug, 09:42
Nein, ich mag ihn nicht, diesen Sommer, in dem immer mal wieder etwas Schönes aufflammt (ein Sonnentag, ein Brief, Strom- und Gas-Erstattungen), um dann wieder von einer Serie der Unsicherheit und Verunsicherung platt gewalzt zu werden. Angst, Krebs, Entfremdung. Die sollen doch im Februar passieren, wenn eh alles schrecklich ist. Zu den Sachen, die von außen kommen, auch noch die, die ich mir selbst eingebrockt habe. Es. Macht. Keinen. Spaß. Aber. Siehe. Oben.
glamourdick - 29. Jun, 09:25
sitze ich immer noch zu Hause. Ich habe es nicht auf das Fest geschafft, weil das erforderlich gemacht hätte, dass ich die Wohnung verlasse, zum Auto gehe, tanken fahre und da war die Petra vor. Ich habe den Glauben verloren an die Methoden der Verhaltenstherapie. Ich kann gegen diese Ängste nicht gegenargumentieren, dann fressen sie mich in der Nacht. Ich glaube mittlerweile, sie sind zum Teil ein Produkt des Wegargumentierens und Schönredens - es scheint ganz einfach die falsche Methode. Die Angst ist da. Ich krieg sie mittels Gedankenkraft nicht in den Griff. Ich hoffe auf ein besseres Medikament. Vor ein paar Tagen dachte ich an Krankschreibung, aber das kann ich mir als Selbständiger nicht leisten. Spätestens jetzt hier - wo ich nicht mal mehr etwas tun kann, worauf ich mich freue (Autorenfest am See) merke ich, wie fucked die Situation wirklich ist. Da kann von gesund keine Rede mehr sein.
glamourdick - 16. Jun, 20:18
Das hat gerade alles nichts mehr mit Lebensqualität zu tun, das ist ein reines Aushalten.

glamourdick - 10. Jun, 11:53
"Guten Tag, ich würde gern einen Termin bei Dr. F. machen."
"Das geht leider nicht, Dr. F. ist erst wieder ab 21. Mai wieder da. Der früheste Termin wäre der 5. Juni."
"Dann bei Dr. M.?"
"Die vergibt keine Termine, da kommen Sie einfach so vorbei und bringen Wartezeit mit."
"Das ist einer der Gründe, warum ich einen Arzt brauche - ich kann es in Wartezimmern nicht aushalten."
glamourdick - 11. Mai, 11:49
Es lässt sich einfach schwer vermitteln, wie sehr die Lebensqualität sich einschränkt, wenn man fast ständig mit Angst vor sich selbst für sich selbst um sich selbst durch´s Leben geht. Sich noch so oft rational klarmacht, dass da nichts ist, wovor man sich fürchten muss außer dem Trivialscheiß, der uns allen passieren kann. Und doch erwischt es mich immer wieder, und ich will es nicht, ich brauch es nicht, es raubt mir die Freude und auch die Geduld, den Glauben an die Therapie. Ich weiß wo´s herkommt, aber das macht es nicht ungeschehen. Ich mach diese blöden Bewertungsspiele, sobald Symptome auftreten - auf einer Skala von 1 bis 10 hat die Attacke heute volle Punktzahl - Herzlichen Glückwunsch! Die ständige Sorge, dass es wieder passieren kann. Permanente Verunsicherung. Adjektive, die man sich mal so richtig vor Augen führen muss. Ständig. Permanent. Verlässlich wie Spam. You get the idea? I so fucking hate it.
glamourdick - 7. Mai, 10:54
Um raus zu kommen einmal über den Maybach-Flohmarkt. Das Flohmarkt-Erlebnis an sich ist das gleiche wie immer, mit dem Unterschied, dass ich nichts von dem will, was dort angeboten wird. Menschen, die zu langsam gehen, unvermittelt stehen bleiben, ihre Kleinhunde und Kleinkinder den Tritten der Flaneure aussetzen. Tatsächlich bekommen ich von einem Säugling im Vorübergehen eine Ohrfeige, was zur Folge hat, dass ich nachts träume, schwanger zu sein, was mich im Traum nervt, weil ich dann ja mit dem Rauchen aufhören müsste. Ein Mädchen verhakt sich mit seiner Handtasche in meinem Kopfhörer-Kabel und nicht einmal für´s "Sorry" reicht der Anstand. Irgendwann bleibe ich in der Menschentraube stecken und muss mich freischubsen. Ich mache die Musik lauter und gehe wieder nach Hause. Sechs Folgen "Skins", Staffel 5, bezeugen weiterhin, wie Scheiße die Welt ist und wie machtlos wir sind. Es ins Erwachsenenalter geschafft zu haben bedeutet nicht, dass das Getrampele auf einem herum ausbleibt. Nur die Trampler wechseln. Und man kann nicht mal mehr unbefangen Drogen nehmen, und befangen Drogen nehmen führt dazu, dass man es gar nicht mehr tut, man weiß es schließlich besser. Trotzdem bleibt der ganze Tag wie ein Runterkommen und Wegglitschen.
glamourdick - 7. Mai, 08:30