The Trouble with Andre

Freitag, 18. Dezember 2009

THE TROUBLE WITH GLASS

Ein zu Unrecht übersehener Film*, in dem es vordergründig um den Journalisten-Skandal um Stephen Glass geht, den Überflieger-Jung-Reporter, der einfach immer die besten Polit-Reportagen hatte. Erst langsam stellt sich heraus, dass ein Drittel davon allein seiner Fantasie entsprang.
Was Drehbuchautor/ Regisseur Billy Ray tatsächlich zeigt, ist das feinsinniges Psychogramm eines Soziopathen, der alle Sympathien auf seiner Seite braucht, um zu überstehen. Kam mir sehr sehr sehr sehr sehr bekannt vor.



Hayden Christensen macht das ganz fantastisch. Ich wollte ihn die ganze Zeit schütteln oder schlagen.

* Übersehen vermutlich, weil er schwer einem Genre zuzuordnen ist. Die Storyline liest sich erst einmal nicht besonders spektakulär, aber die Regie und Hayden C. machen aus "Shattered Glass" ein kleines böses Meisterwerk.

Mittwoch, 4. Oktober 2006

PSYCHO SOMA

Ich habe keine Menschenkenntnis. Das hat seine Vor- und Nachteile. Ich finde Menschen meist dann schon sympathisch, wenn sie mir Sympathie entgegenbringen. Ich vermute immer das Beste über Menschen, die mir Sympathie entgegenbringen. Deshalb also habe ich auch sehr viel Erfahrungen mit Psychos gemacht. Wegen meiner mangelhaften Abgrenzung. Psychos lieben meine Offenheit und meine Neugier auf Menschen, meine Wertschätzung für Drama. Aber es gibt auch sehr viel gutes über Beziehungen, Freundschaften, Affären mit Psychos zu sagen. Unter anderem wird einem nie langweilig. Man hat ständig etwas, an dem man sich reiben kann. Das hält die Haut straff und die Knochen rüstig. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Menschen, die Beziehungen, Freundschaften oder Affären mit Psychos haben, einem viel niedrigen Risiko ausgesetzt sind, einen Oberschenkelhalsbruch zu erleiden, als Menschen, die sich mit Normalen und Langweiligen umgeben. Weil sie gar nicht in das poröse Alter kommen, vermute ich. Psychos haben wahnsinnig viel Persönlichkeit, oft sogar mehr als eine. Sie liefern somit Informationsquell für Verwechslungskomödien, Serienmörder-Thriller und RTL-Filme der Woche á la "Ich bin viele". Ein weiterer positiver Nebeneffekt: man nimmt sich selbst weniger wahr, weil der Psycho und sein Drama einen vollständig beschäftigt halten. Der Gesprächsstoff geht einem niemals aus. Man wird immer wieder Menschen begegnen, die ebenfalls Psycho-Erfahrung haben und kann sich bestürzt über die Extremerfahrungen austauschen und versuchen, sich dabei gegenseitig zu toppen.
"Meiner hat mir die Autoreifen zerstochen und behauptet, es sei das libanesische Killerkommando gewesen, das er an der Backe hat, weil er seinem drogenkranken Vater das Leben gerettet hat, damals in Turin."
"Ist ja gar nichts. Meiner hat mich um 50.000 Euro beschissen und meine Wohnung abgefackelt, während ich mich drin aufhielt. Er tat als ob er schlafwandelte."

Jetzt ist es ja aber so, das Erfahrungen, die man wiederholt macht, auf Dauer keinen hohen Wert mehr haben. Weder was das Entertainment, noch was die Bildung und Selbsterkenntnis angeht. Deshalb kann ich sagen, dass meine Psycho-Tage vorbei sind. Mir laufen noch ständig Leute mit Macken über den Weg, und das ist auch gut so, aber wenn ich heute einen Psycho erahne, dann wechsle ich die Straßenseite oder schicke ihn nach dem Sex nach Hause. Vielleicht muss jeder mal selbst die Erfahrung machen, ich jedenfalls bin froh dass ich sie hinter mir habe. Und noch etwas - das wirklich Schlimme an den Psychos ist, dass sie sich selbst für vollständig normal halten und nie auf die Idee kämen, das einzig Richtige zu tun: Behandlung suchen. Deshalb ist der prozentuale Anteil von Psychos außerhalb von Therapiepraxen und Kliniken größer als darin. Wenn Du einem Psycho nämlich seine Psychose nimmst, dann bleibt dahinter zunächst einmal nicht viel übrig. Das Schwarze Loch, das er ohnehin ist und das Dich gänzlich in sich aufsaugen wollte.

Dienstag, 8. August 2006

A BLOGGER´S NERVKRAM

Und wo ich eigentlich den Abend luxuriös mit einem Glas Rotwein Blogs lesen wollte, musste ich mich mit meinem Faxgerät herumärgern. Und der in 40facher Ausfertigung gefaxten Formulierung einer Unterlassungsklage. Wobei mich die Tatsache mehr nervt, dass diese Unterlassungsklagenformulierung in 40facher Ausfertigung gefaxt wurde, als die Klageformulierung selbst. Denn die ist substanzarm. Terror nenn ich das.

Montag, 31. Juli 2006

THE TROUBLE WITH ANDRÉ, 11, goes on and on and on

Lieber André,

es freut mich sehr, zu hören, dass Du mittlerweile genug Geld verdienst, um Dir einen Anwalt leisten zu können und eine Unterlassungsklage anzustreben.
Natürlich kannst Du Dir vorstellen, wie sehr ich jetzt zittere. Vor antici --- pation. Dir in einem Gerichtssaal zu begegnen und Deine Farce amtlich zu machen. Im Anschluss darüber zu schreiben wird mir ein Fest sein. Und mein Anwalt freut sich auch schon, denn er hat einen Sinn für´s Absurde. Baby. Gib´s mir! Du merkst schon, dass Du gerade die Rolle Deines Lebens spielst, oder? Star einer exklusiven Reality-Soap. Ich bin versucht, zu sagen, Pay-TV.

Freitag, 28. Juli 2006

THE TROUBLE WITH ANDRÉ 10, EXTENDED VERSION

http://www.calibanblog.de/2006/07/28/der-kreis-schliesst-sich/

Dienstag, 25. Juli 2006

SO WIRD DAS NIX MIT WIKIPEDIA, ANDRÉ... oder EIN MÄNNLEIN STEHT IM KELLER oder THE TROUBLE WITH ANDRÉ, TEIL 9

http://lexikon.freenet.de/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/22.%20Februar%202006-----4

INFORMATION ART oder THE TROUBLE WITH ANDRÉ, TEIL 8

kali

andré sch. now is a piece of 3k information art. "Der Autor" hat andrés Geständnis in seinem Profiltext in den Blauen Seiten veröffentlicht (Ein Mann mit einem wunderbar perfiden Sinn für dramatisch-humoristische Gesten in klarer Linienführung, adorable!) andré ist seitdem bei Gayromeo verschwunden. Profil gelöscht. Ooops. Nachvollziehbar.
Er wird wiederkommen, soviel steht fest. Mit einem anderen Namen, einer weiteren Vergewaltigung und einem Off-Broadway-Hit, von dem man in Deutschland dummerweise gar nichts mitbekommen haben wird. Vielleicht sogar mit einer eigenen Linie Lügendetektoren auf QVC Albanien. Auf andré ist Verlass.

Wie kriege ich jetzt das schmutzige Grinsen Kalis* vom Gesicht? Und weshalb schadenfreue ich mich nach all den Jahren noch so immens? Und weshalb hat ausgerechnet das fast vergessene Chanson-Duo Shakespears Sister immer die passenden Worte für andré??

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(Ca. 4.20 min.)

*About Goddess Kali:
"Gläubigen sehen sie trotz ihrer schrecklichen Gestalt auch als Beschützerin der Menschen und göttliche Mutter, als Kalima, da ihre zerstörerische Wut sich nicht gegen die Menschen, sondern gegen Dämonen und Ungerechtigkeit richtet. In dieser furchterregenden Manifestation ist die Göttin zuständig für die Auflösung des Universums, die Sichel in der Hand deutet auf die Ernte, auf das Ende des Lebens. Kali ist auch "Kala", die Zeit - und die Zeit vernichtet und verschlingt alles. Die Sichel ist ihren Anhängern aber nicht nur ein Symbol des Todes sondern kann als Werkzeug der Erlösung verstanden werden: Sie durchschneidet Verwirrung, Unwissenheit und Bindungen und macht dadurch den Weg frei zur Erlösung."
Quelle: wikipedia.org

Montag, 24. Juli 2006

YOU´ RE BLOGGED! oder THE TROUBLE WITH aNDRÉ, TEIL 7

Ich hatte noch nicht erwähnt, dass con-artist-André selbstverständlich auch ein Profil in den Blauen Seiten hat. Zuletzt sah ich ihn dort mit einem Eintrag im Gästebuch meines HIV-Tornados vertreten. (Das hätte mir Frühwarnung sein sollen, aber ich lerne ja nicht, auf meinen Bauch zu hören, was ich ruhig tun sollte, wie meine Therapeutin findet.)
Gestern nach der Arbeit checke ich also die am Tag aufgelaufenen Messages und sehe zwei mir unbekannte Namen. Öffne die erste Message. Sie ist von einem jungen Veranstalter, der von einem namhaften Autoren auf mein Profil verwiesen wurde mit dem Hinweis "wenn Du etwas über André wissen möchtest, kontaktiere den." Die nächste Mail ist von dem erwähnten Autoren, der das Kapitel "The Trouble with André" auf diesem Blog studiert hat und nun einige Fragen hat, die noch der Klärung bedürfen.

Wenn ich mal einen André-Stammtisch machen müsste, es käme eine illustre Runde zustande. Der Mann trifft eine gute Wahl.

André ist also noch aktiv. Baggert sich in nächste Sphären. Was für André nicht so toll ist: dass man beim intelligenten Googeln hier in der Mansion landet und auf meine/seine Geschichte stößt. Eine kleine Schlammspur im Netz. Langsam wird mir die journalistische Funktion des Bloggens bewusst. Bloggen macht mir Freude! André ist offenbar noch lang nicht aus dem Schneider.

THE TROUBLE WITH ANDRÉ...

... continues.

Stay tuned.

Dienstag, 24. Januar 2006

A FOOL, GLAM, I oder THE TROUBLE WITH ANDRÉ, Teil 6

Sorry, very very sorry. Sorry ist der Dick auch. Und ein wenig wütend, vor allem, darüber dass er die große Beichte einen Monat nach Veröffentlichung findet und ganz offensichtlich nicht zu den Freunden und der Familie zählte, der sich Herr André bereits anvertraut hatte. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war „Atti“ nämlich angeblich gerade in „London, beim Proben für die neue Show“. Wahrscheinlich hat er sich stattdessen in der Wohnung eingeschlossen, um Herrn Dick nicht zufällig über den Weg zu laufen.
Über anderthalb Jahre hat André Websites gebaut, die seine Geschichte a) erzählen und b) die Fakten der Geschichten in Querverweisen belegen. Er hat Filme erfunden, die mittlerweile in Movie-Datenbanken als “unreleased“ oder “ohne Release-Date“ geführt werden, als habe es sie wirklich gegeben. Sogar das American Film Institute hat nach einer Kopie von “Deed Poll“ angefagt (mittlerweile hat er ihn gedreht). Er hat Filmkritiken mit derselben Verve verfasst wie Interviews mit sich selbst und/oder mit Orlando Bloom. Gegen ihn ist die Eve Harrington in “All about Eve“ ein fantasieloses Waisenkind.

Tragisch, dass das Konzept dieses Hoax eigentlich genial ist. Zum Zeitpunkt des Geschehens wäre sie Spiegel-tauglich gewesen. Andrés schriftstellerische Fähigkeiten stehen seinem Web-Konstrukt in ihrer Vielschichtigkeit in nichts nach, der Junge hatte Talent. Tragisch ist allerdings auch, dass er das Konstrukt nicht als Hoax konzipiert hat, sondern als Alternativrealität, von der er sich bis heute nicht trennen kann, die er immer noch braucht, um “jemand“ zu sein. Noch immer existieren Sites, die er ins Netz gestellt hat, noch immer diskutiert er bei imdb.com und in anderen Foren unter verschiedenen Namen mit sich selbst, noch immer versucht er sich “wichtig zu machen“ und auf eine ganz bizarre Art und Weise ist es ihm sogar gelungen.

Zur Aussprache ist es übrigens nie gekommen. Der Dick fuhr sofort nach der Lektüre des Geständnisses zur Andréschen Residenz, doch ward ihm die Tür nicht aufgetan. Der Dick hatte nämlich am Abend einen Termin mit dem Quatsch Comedy Club und begehrte nun zu wissen, wie man mit den gefälschten Credits umzugehen gedachte. So blieb nur die bewährte Email-Kommunikation, mit der ich Euch an dieser Stelle verschone – mehr dramatische Beteuerung in obigem Stil, nur diesmal in deutscher Sprache.
Der Auftritt im QQC fand trotz gefälschter Vita statt und wurde zum Flop.

Der Dick ist mit der buddhistischen Lehre vertraut und hatte sich längst von dem ungesunden Kontakt gelöst, eine Lehre daraus gezogen und überlegte nun, wie und ob man angemessen auf so eine Mail reagieren könnte. „Please remove me from your mailing list“ schoss es ihm durch den Kopf. Doch dann entschied er sich, auf eine Antwort gänzlich zu verzichten. Kennen Sie den Ausdruck „Von jemandem nichts wissen wollen“? Pretty much sums it up. Doch wie die Abbildungen von Hautkrankheiten in medizinischen Büchern übt die Erinnerung an diese Geschichte eine perverse Faszination aus – manchmal klappt man das Buch an den schlimmen Stellen wieder auf, schlägt es zu und rennt aus dem Zimmer. E ruft ein gänzlich negativ besetztes Staunen hervor, von dem man sich nur mit einem kräftigen Lachen erholen kann.
Und für solche Fälle gibt es ja die message in a bottle, die heutzutage eine message in a blog ist. Raus damit ins Meer des Webspace, wo alles seinen Anfang nahm, als Herr Glamour eines Nachts im Frühsommer 2003 mal wieder mit dem Schwanz gedacht hatte.

Nicht dass Ihr denkt, da wäre noch ein Restherz, das Herr Dick nicht zurückbekommen hätte – nope. Sein Herz ist längst (bzw. unlängst) anderweitig unterwegs. Diese Geschichte, Bloggerinnen und Blogger, war strictly for your entertainment, a blast from the past. Und wenn wir alle imdb.com Glauben schenken können (aber können wir das noch?), dann seht ihr André demnächst neben, zwischen oder in Sharon Stone in „Basic Instinct 2“.

„The trouble with André
is he´s a liar“
(Shakespear´s Sister)

Tell me the truth

"It has been said, by someone far wiser than myself, that nobody is boring who is willing to tell the truth about himself. To narrow this down further, someone equally wise said that the things that make us ashamed are also the things that make us interesting." Douglas Coupland, "Eleanor Rigby".

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