Movies from HELL!!!

Montag, 14. Juli 2008

ALL ABOUT LAUREN oder MAL WIEDER WAS FÜR DIE RUBRIK "MOVIES FROM HELL"



Sehen Sie Lauren Bacall in "Applause", dem Musical, das auf "All about Eve" basiert. Nicht singen zu können und es trotzdem zu tun finde ich ja bekanntlich grandios. Aber noch einen drauf zu setzen - nicht TANZEN zu können und es trotzdem zu tun, das ist unschlagbar, das ist simply fantastic. That´s bombastic, that´s DISCO!!!!

Montag, 5. November 2007

THE LEGEND OF MAKKARONI

lylah

Es gibt nicht viele von diesen Filmen, die so schlecht sind, dass man gar nicht wegschauen kann. Eine dieser Perlen ist bis heute nicht auf VHS oder DVD erschienen, so dass ich nur eine gothische Erinnerung an die beiden Male hege, die ich Gelegenheit hatte, diesem Trainwreck zuzuschauen. Immerhin war der Eindruck stark genug, um eine lebenslange Abneigung gegen Kim Novak zu entwickeln, eine der schlechtesten Hollywood-Blondinen aller Zeiten, und kommt mir jetzt nicht mit "Vertigo", denn selbst da spielt sie unerträglich überzogen. Jede andere Hitchcock-Blondine hätte der Rolle mehr Leben eingehaucht - stellt es Euch gedankenexperimentell einfach mal vor.

"The Legend of Lylah Clare" nun erzählt eigentlich einen Fall von Hollywood Gothika wie ich ihn lieben würde. Elsa Brinkmann, eine Tussi, weist große Ähnlichkeit mit einer unter tragischen Umständen verstorbenen Hollywood-Königin (eben jene Titel-Lylah) auf und soll in einem Bio-Pic ihre Rolle spielen. Die psychotische Posse, die die wahre Lylah kannte und zum Star gemacht hatte, macht die arme Elsa ganz wuschig und sie verschmilzt immer mehr mit der seelenlosen, bösen* Lylah. Eine Geschichte, aus der Robert Aldrich ("Whatever happened to Baby Jane") sicherlich etwas hätte machen können. Warum also hat er nicht? Die Figuren sind aus Holz und besetzt mit Plastik. Eins geht nur. Kim Novak spielt so unglaublich schlecht, trägt so unglaubwürdige Haarteile, dass es eine Freude ist, ihr zuzuschauen. Aber den Film, der schon schwer unter der Last des hanebüchenen Drehbuchs leidet, bricht unter der Last ihrer Chargiererei vollständig zusammen. Man stellt sich die ganze Zeit die Frage, wie eine so hohle Nudel wie Lylah/Elsa/Kim jemals ein großer Star hätte sein können? Was für eine Welt wäre das dann? Man nimmt es ihr einfach nicht ab. Zu meiner großen Freude habe ich bei Youtube den Trailer gefunden. So können auch Sie sich drei Minuten dem Grusel der Fleischereifachangestellten hingeben, die immer nur eine ganz ganz billige Kopie Marilyns war und sich mit diesem Schocker ins filmische Nirvana katapultierte, aus dem sie glücklicherweise nur noch äußerst selten herauskurvt. Schauriges Vergnügen!



Und wer mir zuerst vom Erscheinen der DVD berichtet, der bekommt eine Schachtel Makkaroni with Cheese.

* zum Ende des Films erklärt sich ihre tiefe Verdorbenheit mit der Tatsache, dass sie lesbisch war. Man wird alt wie ne Kuh und lernt immer noch was dazu.

Mittwoch, 31. Oktober 2007

BRISANT: VALKYRIE - DER TRAILER



Mir gefallen vor allem Toms Haare! Und die Knutsch-Szene mit Eva Herman. Desweiteren bewundere ich den feinsinnigen Umgang mit einer so heiklen Phase internationaler Geschichte. Und, natürlich: BOMBEN-Soundtrack!!!

Sonntag, 9. September 2007

AUS DER LANGE NICHT MEHR STRAPAZIERTEN RUBRIK "MOVIES FROM HELL": OUI, JE REGRETTE LES DEUX HEURES AVEC LE FILM PIAF

Das Fazit von "La vie en Rose" - ich kann jetzt eine ziemlich lustige Piaf-Parodie machen. Man muss den Kopf auf Brusthöhe senken, also so laufen, als ob man mit dem Scheitel sieht. Dann die Schultern senken, ganz stark zittern, aber immer noch behaupten, dass man nichts bereue, am Besten singend in französischer Sprache. (Für Perfektionisten - eine Perücke aus Pfannenreinigern basteln.) Und wenn man sich den Film auf Deutsch anschaut (keine französischen Untertitel, sonst hätte ich ihn gern im Original gesehen), hat er zur Folge, dass man der Piaf gerne mal eine knallen würde, für ihre dumme Sprechstimme und all den Müll, den sie plappert. Eine einzige Sequenz hat mich fasziniert, weil sie handwerklich gut gemacht ist. Edith wird morgens am Bett von ihrem Lover begrüßt, der aber eigentlich mit dem Flugzeug abgestürzt ist. Diese Nachricht versuchen ihre Angestellten ihr zu überbringen, aber Edith ist so beschäftig damit, nach ihrem Geschenk an ihn (Armbanduhr - doll!) zu suchen, dass niemand zu ihr durchdringt. Als man ihr endlich sagt, dass der Lover tot ist, folgt eine langer langer langerlangerlanger Nervenzusammenbruch von dem sie direkt (wenn ich mich nicht irre schnittlos) aus ihrem Schlafzimmer auf die Bühne tritt und zu singen anfängt.
Das unmotivierte Hin- und Herschnipseln zwischen Kindheit, Jugend, Karriere, Krankheit, Tod, war vermutlich notwendig, um ein wenig Verschnaufspause zu bieten, wenn die Dickensianische Kindheit des kleinen Spatzes episch ausgebreitet wird. Die wird in einer Art und Weise präsentiert, dass man nach jedem weiteren dramatischen Vorfall das ganze für eine PR-Erfindung und Lüge hält. Noch schmutziger, noch rauher und noch gemeiner als das Leben, selbst in Ausnahmefällen, ist

Vor ein paar Jahren habe ich einmal in eine ARTE-Doku gezappt, die schon zu Piafs Lebzeiten gedreht wurde, und einen viel authentischeren Einblick in diese Person bekommen. Und abschließend muss ich noch gestehen, dass ich die Piaf nie besonders mochte, von einigen wenigen Liedern abgesehen. Ihr Repertoire erschien mir schon als Kind totgesungen. Für mich war sie die französische Judy, nur in langweilig.

Montag, 30. Oktober 2006

MOVIES FROM HELL: STEVEN SPIELBERG´S "LYNCHEN"

Ich hatte gehofft, wes würde nie wieder so weit kommen müssen, aber es ist geschehen. Ich habe mal wieder einen wirklich schlechten Film gesehen. Und daher rufe ich das Kapitel "Movies from Hell" zurück ins Leben.
Ich WUSSTE nichts über die Handlung. Ich las Spielberg, 150 Minuten, dann fiel mir ein, dass Meret Becker mitspielt und ich dachte, das wäre genau das richtige für einen grippigen Nachmittag. Böser Fehler. Ich dachte also, ich hätte mir einen Film über die Geiselnahme im Olympiadorf, München 1972 ausgeliehen. Falsch. In Spielbergs "München" geht es um einen attraktiven sympathischen Familienvater, dargestellt von dem reizenden verführerisch melancholischen Eric Bana, der von der reizenden Golda Meir (bei der es sich in Wirklichkeit um Mirandas Haushaltshilfe Magda aus "Sex and the City" handelte) überzeugt wird, die Drahtzieher des Attentats aus dem Weg zu räumen. In der Funktion eines Auftragskillers für das Gelobte Land. Er bekommt drei Agenten zur Seite gestellt: einen Schweizer Uhrmacher, den neuen James Bond, Roberto Benigni (oder wie diese schreckliche Knallcharge heißt) und einen deutschen Seriendarsteller. Zu viert nieten sie einen nach dem anderen um. Prinzip "neun kleine Palästinänser". Auch die Auftragskiller müssen Federn lassen, um die Handlung anzureichern. 150 Minuten später wird auch so etwas wie Reue inszeniert, oder doch zumindest das Gefühl vermittelt, dass der attraktive Eric Bana möglicherweise einen halben Gedanken daran verschwendet, ob er rechtens hinrichtete.

Dann ist der Film vorbei und man fragt sich, ob irgendjemand außer Spielberg so ein Machwerk finanziert bekommen hätte. Vergleichbares hätte höchstens Tom Cruise für Scientology gelingen können, aber vor seinem Rausschmiss. Die Frage der Todesstrafe wird nicht einmal gestellt, was natürlich okay ist, wenn man "Schindlers Liste" gedreht hat und "The Coloured People". Selbstjustiz, Verschwörung, Todesstrafe, Terrorismus - ein Themenkreis, den Spielberg wertbefreit in aasig-polierten Bildern serviert, keine Sekunde in Frage stellend, ob es rechtens ist, was das Killerkommando da tut.
Ein Szenenbeispiel: die schlauen Killer haben eine Telefonbombe gebastelt, die im Arbeitszimmer eines der Terroristen steht. Nimmt er ab, wird die Fernbedienung geschaltet. Doch dann kommt überraschend seine putzige Tochter ins Apartment, hört es klingeln, hoppla, denkt man - da fliegt gleich ein Kind in die Luft. Doch die smarten Attentäter sind nicht auf den Kopf gefallen und rufen zu einem späteren Zeitpunkt nochmal an, als das Kind (in naher Zukunft Waisenkind) nicht mehr im Haus ist. Menschlich, oder? Alle (insbesondere auch die Zuschauer) sind furchtbar erleichtert, dass es nicht das Kind getroffen hat, sonder nur dessen Vater.

Wenn ich mal ganz ganz ehrlich mit mir selbst bin, dann muss ich gestehen, dass ich Selbstjustiz nachvollziehen kann. Mitunter sogar befürworten. Aber wenn der edle Gutmensch Steven Spielberg seinen Mantel des Segens darüber legt, in Gestalt eines noch dazu nicht besonders gut inszenierten Films, dann muss ich leider kotzen. Das wäre ein Film nach George Bushs Geschmack, wenn es nicht dauernd um Juden ginge. Und wenn ich das nächste Mal drei Minuten Meret Becker sehen will, dann leih ich mir lieber einen Film mit Tuva Novotny.

Freitag, 31. März 2006

ÖFFENTLICH RECHTLICHE VERDAMMNIS

Ein Blick in die Fernsehzeitung und es wird klar, heute ist der Tag, an dem ich a) entweder meinen Fernseher abknalle, oder b) meinen Rundfunkgebührendauerauftrag storniere. Die ARD bringt um 20.15 Uhr den "König der Herzen", in dem Florian Silbereisen die Hauptrolle spielt. Es geht um Herz, Schmerz und Babyklappen. Das ZDF schickt den abgetakelten altersdementen Zirkusgaul Desiree Nick in die Debilen-Arena "Blond am Freitag". Nicht genug damit - auch die talent- und charmfreie Kim "ich-will-allen-gefallen-" Fischer darf wieder dumme Sprüche über andere Zett-Promis reißen. Mein Vorschlag: Silbereisen, Nick und Fischer verklappen. Noch besser: wegsperren und isoliert zum Dauerentertainment verkloppen: Silbereisen muss singen, Nick lästern, Fischer moderieren. Und alle müssen sich für den Rest ihres Lebens gegenseitig ertragen.

P.s.: Die NDR-Talk-Show hat heute eine absolute Neuentdeckung in der Runde! Nina Hagen! AAAAAAAAAAAAAArrrrrrrrrrrrrrrrrrghhhhhhhhhhh! Wo bleibt Felicitas Woll, wo Susanne Fröhlich? Oder heißt die Sabine? Wo Moritz Bleibtreu? Kann die mal Julia Westenlake verspeisen?

Donnerstag, 16. März 2006

THE TEXAS TELEVISION MASSACRE oder IST SCHON DER ERSTE APRIL?

sueellen
(Und ich hätte schwören können, dass das Kostümjäckchen Pamela gehörte. Na ja. vielleicht ist sie ja deswegen im Knast.)

"Director Robert Luketic is reportedly finalizing key cast members for the big screen version of Dallas including, Jennifer Lopez, Owen Wilson, John Travolta and Shirley MacLaine. The classic 1980's TV show chronicled the exploits of wealthy Texas Oil millionaires and their shady business dealings and dysfunctional personal lives. Travolta will star as JR Ewing, Lopez will play Sue Ellen Ewing, Wilson will star as Bobby Ewing, and MacLaine will play Miss Ellie Ewing. Negotiations with the actors are in the final stages and production of the film is likely to commence in October, after Travolta has finished his starring role in the big screen version of the Broadway hit Hairspray."
Quelle: www.imdb.com

Ich liege schreiend am Boden vor Lachen. Bitte bitte lasst mich am Drehbuch mitschreiben!!! Und ich möchte casten, ja?!Owen Wilson als Bobby, geil! - die Duschszene!! JLow schmeiße ich raus - eventuelle darf sie die Lucy spielen. Klein genug ist sie. Sue Ellen, Sue Ellen - da sehe ich Michelle Pfeiffer -oder doch Nicole Kidman?- mit dem Whisky-Tumbler tumbeln. Pamela Rehauge - Winona, logisch. Ben Stiller IST Cliff Barnes, somit Winonas Bruder. Passt. Und wenn man den Aspekt der Dysfunktionalität besonders herausarbeiten möchte, kommt man um Anjelica Huston in der Rolle der Miss Ellie nicht herum. Shirley könnte indes Grandma Ellysette spielen, also Miss Ellies texanische Stiefmutter. Denzel Washington würde ich einen Part schreiben. Vielleicht zum Thema der krausen Haare von Ben Stiller und Winona. Halt Rassefragen aufwerfen.
Jock Ewing wäre eine Top-Rolle für Clint Eastwood oder - jetzt hab ich´s: JACK NICOLSON! Das macht die Besetzung des JR natürlich schwer. Travolta ist Scientology, der fliegt logischerweise. Optisch passt Vince Vaughn, aber der schläft mit der Aniston und ist Nicholson nicht gewachsen. Pech gehabt. Blogger, helft mir. Besetzt den JR! Und ich schätze, es kommen nicht unberechtigt einige Vorschläge für einen Mann aus Kiel...

/Eigentlich auch ein schönes Gedankenspiel - Die Blogsphere ist Dallas. Besetzen Sie!/

Dienstag, 7. März 2006

OZ-MYTHEN

rubyslippers

Gestern mit Lucky dann doch noch die Oscars geschaut. Pro 7, du bist geliefert. Sowas von. Das ging ja nun gar nicht, dieser Zusammenschiss, Entschuldigung Zusammenschnitt. Aber na ja, Schwamm drüber über den Sonya-Sender. Und dann den Schwamm ganz lange nicht mehr wegnehmen. Gibt ja noch RTL2 und Tele5. Nexte Temma.
Gestern mit Lucky den toten Munchkin gesucht. Nicht gefunden. Wir haben den ganzen "Wizard of Oz" durchgespult, auf der Suche nach der erhängten Zwergenleiche, aber alles was entfernt nach zwergwüchsigem Selbstmörder aussah, entpuppte sich als Vogel. Und das war 1939! (Es gibt dieses Gerücht, dass sich auf dem Filmset ein Zwerg erhängt hat, den man erst nach abgeschlossenem Drehtag auffand. Wäre zu teuer gewesen die Szene ohne toten Zwerg nachzudrehen. Und ehrlich gesagt - er fällt auch überhaupt nicht auf. Ich keine, wir haben uns förmlich die Augen verrenkt.)

munchkin

Dann noch eine Bitte: Wenn jemand von euch Bloggern die CD "Dark Side of the Moon" von Pink Floyd hat, würde ich mir die gerne mal ausleihen. Ever heard of Cinesynchs? Angeblich muss mann das dritte Brüllen des MGM-Löwen abwarten, dann den CD-Player einschalten und Pink Floyd liefert einen einwandfreien Soundtrack zu Dorothy und Toto.
P.s.: Gestern möglicherweise die Kegelbahn aus der Hölle entdeckt! I´ll keep you posted!

Donnerstag, 27. Oktober 2005

DESPERATE HOUSEWIVES, MITTWOCH AUF RTL

Mittwoch ist so ein Tag, an dem ich schon gar nicht in die Fernsehzeitung schaue. Was soll denn Mittwochs schon kommen? Außerdem habe ich gar keine Fernsehzeitung, so war es der Zufall der wollte, dass ich gerade rechtzeitig um 20.15 Uhr RTL einschalte und in den Genuss einer meiner momentanen Lieblings-Schauspielerinnen komme: Katja Saalfrank. Die SUPERNANNY!!!
Die "Supernanny" ist neben dem RTL-Frauentausch mittlerweile eines meiner lebsten Formate. Warum mag ein Schwuler eine Sendung, in der es um missratene Kinder und unfähige Erziehungsberechtigte geht? Genau deshalb. Ich liebe es, WIRKLICH verzweifelte Hausfrauen zu sehen. Dann Auftrtitt Katja im strengen Kostüm, die prächtigen Augenbrauen, die sich in Krisenmomenten gefährliche nahe kommen, ein Kopfschütteln, leise Bemerkungen ("Ich bin jetzt wirklich erschüttert") in die Kamera. Und zum Schluss der Sendung schlägt der kleine Jonas die noch kleinere Lena nicht mehr blutig und Pemmela sagt nicht mehr "Votze! Votze! Votze!" (mit "V") zu ihrer Mutti.

Gestern war so etwas wie die Nanny-Gala. Katja war zuvor von einem Supervisagisten (neues Format?) besucht worden und muss ihm streng zugeraunt haben "Audrey Hepburn, aber mit Haaren wie Anne Will". Das Eregbnis konnte sich sehen lassen. TipTop. Sie überstrahlte die D-Kategorie-Promis um Längen. Um Längen war das Format auch verlängert worden, nach zwei Gläsern Wein fiel mir das jedoch nicht mehr so auf. Katja war anfänglich noch sehr nevös, was sich jedoch schnell legte. Leonard "Exclusiv-Ersatz-für-Frauke-Ludowig" Diepenbrook war auch nervös, deshalb erwähnte er zweimal, dass er als Waldorf-Kindergartenkind imstande sei, seinen Namen zu tanzen. (Ich beispielsweise kann meinen nur pinkeln, in den Schnee. Und auch das nur, wenn ich sehr sehr viel getrunken habe, ist ein ziemlich langer Name). Und den Rest habe ich vergessen. Auch das üblich für eine Folge der Supernanny. Da die Familien sich binnen der Sendezeit immer von Monstren in Stepford-Mutationen verwandeln, bleibt kaum eine Erinnerung an sie hängen. Und das ist die Magie von Katja Saalfrank. Das hat etwas Göttliches.

Montag, 27. Juni 2005

OLIVER, STONED?

"Alexander". Selten so gelacht. Fast bepisst, ehrlich gesagt. Oliver Stone, schlag mich ruhig tot, aber "Alexander" ist wirklich der mit Abstand grottigste Film, den ich je mit perverser Faszination bis zum Ende angeschaut habe, weil ich fassungslos war, wie bescheuert man ein paar Millionen Dollar an die Wand setzen kann. Es ist nicht nur so, Olli, Alter, als hättest du die Dollars an die Wand gesetzt, sondern noch ein Heer retardierter Einäugiger dafür bezahlt, jeden Dollarschein einzeln abzulecken.
Angelina (ich liebe dich, aber meinst du nicht, dass man vorm Dreh auch mal einen Blick ins Drehbuch werfen könnte?) - du warst böse. Illustriert durch das Phalluss-Symbol Schlange als Spelzeug. Zwei Männer (Val Kilmer und ein anderer) waren einäugig und nie zeitgleich im Bild. Gab es nur eine Augenlos-Prothese?
Mackedonien? Ist das wo die "Macke" ihren Ursprung hat?
Der Alexander war der einzige Name den ich mir merken konnte. Alle anderen hießen sowas wie Putrikantos, Hurmofrides, Pratroquatsch. Das war schon sehr amüsant. Auch die Perücken - sehr gelacht. Und lange gelacht - war ja schon sehr lang der Film. Der schönste Satz... irgendwas mit "offen". Irgendwas (Fenster, Tür, Pratroquatsch?) war "offen wie ein Säuglingsarsch". AAAAAAAAAAAAAAAHHHHHRRRRRGHHHHHHHHHHHHHH! Oliver, du Stone, du - hat Keith Richards die Dialoge geschrieben??? Präposthum?
Wie kann kann kann eine Produktionsfirma grünes Licht geben für ein Projekt, das so substanzlos wie überflüssig ist? Wie können namhafte Schauspieler sich das Gröhlen verkneifen bei Dialogen, die selbst ein Kind beim Krippenspiel als krampfig empfinden würde. Ja, Colin - Dich meine ich. Nur weil man einen Schauspieler 17 (empfundene) Stunden anschaut heißt das nicht, dass die Achtung vor ihm wächst. "Alexander" ist wie ein in Zeitlupe bezeugter Autounfall. Faszinierend. Anders als bei einem Autounfall musste ich häufig sehr lachen. Warum durfte Sherilyn Fenn nicht mitspielen??? Und Sir Anthony Hodgkins - warst du alt und brauchtetest das Geld?
Hey Olli, nimm´mir nicht übel - ich bin nur "offen" - wie ein Säuglingsaaaaaaarrrrrrrghhh!!!

Und eigentlich bin ich nur drangeblieben, weil ich sehen wollte, wie er mit den Elefanten über die Alpen geht. Weil ich doch Elefanten.so mag. Aber das war HANNIBAL!!!

Und danach zum Equilibrieren Schnelldurchlauf "Connie und Carla" und "Oh happy Day". Ich will nicht nach Hollywood. Ich will nach Dänemark.

Tell me the truth

"It has been said, by someone far wiser than myself, that nobody is boring who is willing to tell the truth about himself. To narrow this down further, someone equally wise said that the things that make us ashamed are also the things that make us interesting." Douglas Coupland, "Eleanor Rigby".

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