Gestern wollt ich noch sterben

Donnerstag, 21. Juni 2012

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Kurz nach 5 aufgewacht, weil irgendwas wehtut. Kein Wunder. Ich liege auf dem Notfallsofa im Arbeitszimmer, wo man mit ach und krach zu zweit drauf sitzen kann. Die Beißschiene hat sich auch irgendwo selbständig gemacht. Kein guter Schlaf, wenn man wandelt. War aber auch kein guter Tag. Regenarbeitstag auf Medikament. Am Abend des Tages "Celluloid Closet" (selber googeln, es ist zu früh für html) geschaut und mal wieder gewundert über die Entwicklungen der letzten 20, 30 Jahre, die irgendwie doch auch nicht so richtig angekommen sind. "Schwul" ist immer noch ein Gegenargument für Markt- und Lebenstauglichkeit. I don´t even like the sound of the word, aber "gay" ist ja Augenwischerei, mit "queer" ist es vielleicht am Besten getroffen . Ich bin in den ausgehenden Hochtagen der Diskriminierung aufgewachsen und gerade jetzt, so roh um zwanzig vor 6, habe ich nichts als Verachtung für die Verachtung, die mich dahin gebracht hat, wo ich jetzt bin - a middle aged fag who´s scared to leave the house.

Samstag, 11. September 2010

GLAMPIRISM BEGINS AT WORK

Ja, man kann das machen. Arbeiten gehen, auch wenn man eigentlich ins Bett gehört. Es führt nur dazu, dass man sich irgendwann in ein Vampiropfer verwandelt, energetisch und emotional, nur ohne den Glamour. Und plötzlich wegen Kleinigkeiten rasend wird, so dass man sich setzen muss, und besser es begegnet einem jetzt niemand. Das ist der Moment, wo das Vampiropfer verzombiet, weil es begreift, dass es sein eigener Vampir ist. Und dann muss man sich mal kurz von außen betrachten, wie man da sitzt, zittrig, mit Herzrasen, wütend auf sich selbst, und dann kann man eine halbe Stunde warten, bevor man irgend etwas tut.

Und dann muss man die Scherben aufsammeln und retten, was zu retten ist. Und auch die ganz fiesen, wochenlang in die hinterste Ecke verdrängten Ängste angehen. Um sich ihrer zu entledigen müsste man etwas so simples tun wie einen Arzttermin ausmachen.

Montag, 4. September 2006

"GESTERN WOLLT ICH NOCH STERBEN...

... und heut und heut und heut ist es vorbei
Gestern lag alles in Scherben
Und heut bin ich wieder dabei."

Ich weiß nicht, wie´s für´s Publikum war - für mich war´s geil. Abgesehen natürlich davon, dass es mir nie gefallen wird, auf einer Bühne zu sitzen, selbst wenn Sybille Schmitz herself für die Veranstaltung Patin und uns 8 zur Seite stand und ich eigentlich erst wieder langsam bei mir ankam, als wir die Tonanalage ins Taxi verfrachtet hatten. Das Wortschnittchen und Chris waren die attraktivsten Stützpfeiler, die ich mir hätte wünschen können, echte Ladies. Sascha und Marco perfekt in ihren Rollen angekommen. Thomas changierte chamäleonesk versiert durch ungefähr 270 männliche Nebenrollen (Ahmed und Ali mit Dir zu lesen war mir ein besonderes Vergnügen!) und Augusta, was soll man sagen - a star is born. Als nächstes verfilme ich mit ihr alle Geschichten aus der Konditorei. Diesen Süßen werde ich wohl demnächst mal ein Dinner zaubern und natürlich auch Frank, der den Soundtrack bediente und aus einer Lesung einen Hörfilm machte. Dem Schwuz bin ich besonders zu Dank verpflichet: technisches Equipment, für das ich ein paar Hundert Euro Miete hätte hinblättern müssen, wurde mir gratis zur Verfügung gestellt. Und die nächste Lesung soll ich doch gleich dort machen wurde mir angeboten.
Ich habe mich über jeden einzelnen Menschen im Publikum gefreut und besonders den weit Angereisten hier nochmal ein Dankeschön! Der skurrilen Waage einen hertzlichen Dank für die Tallulah-CD. So müssen Premierengeschenke aussehen! Und meinen beiden Backstage-Händchenhaltern, den besten Freunden der Welt, Lucky und Skailight: Euch stelle ich eine Karaokemaschine und eine Sonnenbank und einen Weihnachtsbaum und einen Sandwichtoaster und eine Kaffeemaschine in das Haus, das Ihr in meinem Herzen bewohnt.

IMG_0378
(Das Wortschnittchen, Thomas Elbel, Glam, Marco Ammer, Sascha Diestelmann, Augusta Behnstedt und Chris Zambo)

EDIT: Ich beiße mir gerade die Zähne aus beim Versuch, mit Imovie jpgs und avi-Dateien in einen schicken kleinen Film zu patchworken. Schreibt n Drehbuch aber n Film schneiden is nich. Ich bleib am Ball. Für Tipps wäre ich jedoch dankbar.

Sonntag, 3. September 2006

SYBILLE SEI MIT MIR oder ZEICHEN PFLASTERN SEINEN WEG

So, jetzt habe ich Frau Fragmente verabschiedet und packe ein paar Sachen zusammen und dann geht´s bald los.
Gestern übrigens, in der Hubertuslounge, die, wie hier so üblich, wie ein Ost-Wohnzimmer eingerichtet ist (bzw. ein Setzkasten aus vielen Ost-Wohnzimmern), eine alte Zeitschrift mit Schwarzweiß-Cover gesehen. Erst aus der Entfernung und so gedacht "Das auf dem Cover ist doch-", dann gedacht "Nein. Abwegig." Dann aber doch neugierig hingegangen und angeschaut, und - ja. Auf dem Cover Sybille Schmitz, 1937*. Hatte ich nicht kürzlich erst gebloggt, dass ich mich mehr den Zeichnen öffnen sollte, den "strange phenomena"? Da haben die Zeichen offenbar mitgelesen. Auch angesichts Blogmich sehr interessant, zu erfahren wer alles mitliest.

*Der freundliche Barmann hat mir die Zeitschrift gegen einen Flyer einegtauscht.

Samstag, 2. September 2006

ONE DAY TO GO

Und, ja. Ich bin sehr angespannt wegen morgen. Habe diverse altvertraute Angstsymptome, aber ich verständige mich mit ihnen. ("Na, Zittern - gib mir mehr, das ging doch schon mal besser!")Und habe heute schon diverse Konfrontationen geprobt. Hässlich gekleidet unfrisiert und mit Augenringen rausgegangen. Schlange gestanden. Mich am Geldautomat vorgedrängelt (stellte sich später raus, dass ich mich an Judith Holofernes vorbeigedrängelt hatte. Sorry Judith. Aber auch klassisch: wenn man am Hässlichsten ist, trifft man Leute, die man immer schon mal treffen wollte. Und hat natürlich nicht mal einen Flyer dabei. Habe also nur Blick gesenkt und getan als sei sie eine einfache Kreuzbergerin. "Was geht sie auch nicht an den Promi-Bankautomaten?" meinte Lucky. )

Dann durch die Nachbarschaft und hier Guten Tag und dort Schönes Wetter gesagt. Schön, wenn die Nachbarschaft eine echte Nachbarschaft ist. Und gleich kommt Frau Fragmente und wir trinken ein Käffchen auf der Terrasse. Und nachher ist Blogmich, aber da mach ich mich vorher schick, keine Angst.

Freitag, 1. September 2006

STIMMT ZWAR NICHT, ABER IMMERHIN BIN ICH IN DER SIEGESSÄULE

„Gestern wollte ich noch sterben“

(Hier: bürgerlicher Name des Herrn Dick) (Hier: die Firma in der er seit 5 Jahren nicht mehr arbeitet) hat aus den Einträgen seines Blogs (http://glamourdick.twoday.net) ein Drehbuch geschneidert. Es lesen: Chris Zambo, Marco Ammer und Sascha Diestelmann.

3.9., 21 Uhr, Filmbar in der Theaterbar

Anmerkung: Dass Chris, Sascha und Marco lesen stimmt. Aber da sind dann ja auch noch Thomas Elbel, Augusta Behnstedt und unser Wortschnittchen. Mit meinem Blog hat das Script gar nichts zu tun.

SURREAL BUT NICE

Wenn Freitag und Samstag nicht so voller Programmpunkte wären, würde ich wohl langsam nervös wegen der Lesung. Es erdet auch, wenn man sich mit Veranstaltern betreffs Requisiten ein wenig streitet und wegen Kosten usw. Dank akuter Erschöpfung war es mir heute aber sogar möglich auszuschlafen anstatt von Nervositätsträumen aufgeweckt zu werden. Aber die habe ich dank ständiger Listenführung ganz gut im Griff. Schreibe alles auf, was anliegt, dann ist das Anliegen in Schriftform beruhigt. Quälende Gedanken hinter denen sich Sachen verstecken, auf die ich keinen Einfluss habe ("Wird überhaupt jemand kommen?", "Klappt das mit der Technik?", "Fall ich ohnmächtig um?") bekommen eine andere Behandlung. Denen setze ich folgenden Satz entgegen: "drop the thought!" Und so klappt das bislang ganz gut. Die Evolution hat das mit der Verdrängung mitunter ganz vernünftig gemeint.
Meinen Anspruch an die Lesung - das Buch, wenn auch nur einmal, zum Leben zu erwecken, es selbst zu s e h e n habe ich mir ein bisschen dadurch verscherzt, dass ich selbst mitlese. Im Gegensatz zum Publikum bekomme ich von der Lesung nichts mit - selbst bei den Proben hat das eine dreamy quality. Fiktion, die sich auf einmal belebt und anhört wie ein Teil meiner Vergangenheit, Erinnerung. A weird process. Surreal but nice. Heute auch auf meiner Liste: Pläne für ab Montag machen.
anne-glamour
(Foto mit Dank an Anne@wortlaute.de)

Dienstag, 29. August 2006

4 DAYS TO GO

In ein paar Jahren, wenn mir der Zettel mal wieder unter die Finger kommt, werde ich lange rätseln:

- J.´s Boot nach Papag wg Kofferraum-Platz
- Sascha wg. 2 Mikro & Ständer
- Christian Soundcheck Einlass, Fr. ev. nt. ntg. Dafür Sonntag früher.
- Sophie: Bettlaken okay. Eintritt wie gehabt. Tischmiete 50/50.
- Ingo umarmen wg. allem. J. auch wg Kontakt Ingo.
- Lausi: Arme!! Pflaster.
- Schmuckfrage. Zuviel unchristlich. Kreuz zu christlich. Was nu?
- Liste machen für Fr. und So.
- Lebensmittel!

WIR WIR WIR

Also eigentlich gehöre ich ja zu den Menschen, die ab 21.00 Uhr eigentlich nur noch Ficken oder Fernsehen wollen. Manchmal beides. Mehr Entertainment muss nicht. Und Arbeit, insbesondere kreative Arbeit - schon gar nicht. Ich arbeite lieber morgens, wenn der Tag noch keine Gelegenheit hatte, mich hinterrücks anzuspringen.
Umso mehr erstaune ich mich, wie sehr ich die abendlichen konspirativen Treffen, auch Proben genannt, schätze. Wie gut es mir tut, dass in einer wild zusammen getrommelten Gruppe ein "Wir"-Gefühl entsteht. Wie wir uns gegenseitig inspirieren, amüsieren, kritisieren. Energie. Das, es steht fest, wird mir fehlen, wenn die Lesung am Sonntag über die Bühne gegangen sein wird. Im Grunde kann die Lesung richtig Scheiße werden, ich bin jetzt schon glücklich. Hallo! Wer hätte das je gedacht? Ich bin teamfähig! Und das nehm ich mit. Abgesehen davon, dass es jedesmal eine Freude ist, den Worten beim Lebendigwerden beizuwohnen. Und wenn das am Sonntag nur ansatzweise so gut gelingt, wie ich mir das vorstelle, dann werden nicht nur die Beteilgten ihr Vergnügen haben (wenn sie vor Lampenfieber dazu kommen, es wahrzunehmen - ich jedenfalls bin jetzt schon versteinert, beim Gedanken vor einem Publikum zu sitzen*), sondern auch die Zuschauer. Also, weitersagen: 3.9., 21h, Theaterbar, Chausseestr. 35, Berlin-Mitte.

Und wenn es Montag wird, dann werde ich meiner Crew vorschlagen, Fantasy-Rollenspiele zu veranstalten oder so. Und noch ein schöner Nebeneffekt der gemeinsamen Arbeit: nach den Probenabenden habe ich immer noch ein paar unknusprige Chips zum Frühstück hier.

*Langjährige Leser werden eine Ahnung haben, was für ein Elefantenschritt es für mich auf die Bühne ist. Für die Jungleser: check out my not-so-secret-anymore Zweitblog.

BEHIND THE SCENES

Spanferkelfrisch* ein paar Eindrücke von dem Abschluss unserer heutigen (vorletzten) Probe.

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(18 sec. Und übrigens endet der Filmbeitrag mit dem statement "Vorbei" meinerseits. Aber das hat Youtube aus unerfindlichen Gründen zensiert.)

*Haben Sie das bei Frau Modeste gelesen mit dem Spanferkel`Nein?? Hin da!

Tell me the truth

"It has been said, by someone far wiser than myself, that nobody is boring who is willing to tell the truth about himself. To narrow this down further, someone equally wise said that the things that make us ashamed are also the things that make us interesting." Douglas Coupland, "Eleanor Rigby".

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