KINDERKLASSIKERMISSBRAUCH
Die Geburt einer neuen Rubrik: Movies from Hell!

Das Grauen trägt einen Namen und lauert als Sonderangebot in unzähligen deutschen DVD-Stores. Verkleidet als Remake des beliebten Klassikers "The Wizard of Oz": "The Wiz". In den Hauptrollen - Diana Ross und Michael Jackson. Eigentlich schlimm genug dies, handelt es sich um eine Diana Ross, die so abgemagert ist, so großäugig durch die deprimierenden Bauten huscht, die Schultern immer etwas eingezogen, als schlüge bald jemand nach ihr, dass außer Frage steht, mit welchen Drogen sie sich zugeknallt hat. Amphetamine und Koks. Ihr irrwandernder Blick suggeriert zudem, dass sie gerade von einem mehrwöchigen Acid-Trip herunterkommt. Auf diesem Trip scheint sie auch gleich das Bühnenbild entworfen zu haben: ja, Oz ist in Sydney Lumets Interpretation eine düsteres Dystopia, das nur durch die schalen Farben amateurhafter, verwaschener Graffiti aufgehellt wird. Die Amphetamine sind vielleicht die einzige Gemeinsamkeit, die Diana mit der Ur-Dorothy Judy Garland hat. Michael Jackson sieht in der Rolle der Vogelscheuche erstaunlich menschlich aus. Da ich den Film im Schnelldurchlauf gesehen habe, kann ich nichts zur Musik sagen. Irgendwann habe ich mich einfach gar nicht mehr getraut hinein zu hören - wie die singenden Wesen aussahen, das war schon schwer genug zu ertragen. Wenn man schon eine afroamerikanische Fassung dreht, dann kann man ja auch die ollen weißen Kamellen wie "Somewhere over the rainbow" weglassen. So wird´s - - schwärzer. Auch das Haardesign entsprechend: Diana Ross, die bekanntlich nie Eigenhaar trägt, hat sich einen Mopp von der Textur eines Putzschwammmes aufgestülpt. Vielleicht WAR es ein Putzschwamm, vielleicht hat Diana Ross einen Schrumpfkopf, man weiß es nicht.
Der Film hat eine solche Beklommenheit in mir und meinem Gast ausgelöst, dass ich mich mehrfach entschuldigen musste und trotzdem noch eine gewisse Ermattung im Blick des Mitbetrachters ausmachen konnte. Es war kurz so, als habe der "Wiz" seine Seele absorbiert. Dieser stumpfe, leblose Blick verschwand erst nachdem wir mit "Connie und Carla" den Geist des "Wiz" ausgetrieben hatten.
Wenn sie Kinder kennen, die Sie nicht mögen: Schenken Sie Ihnen diesen Klassiker des afroamerikanischen Kinos!

Das Grauen trägt einen Namen und lauert als Sonderangebot in unzähligen deutschen DVD-Stores. Verkleidet als Remake des beliebten Klassikers "The Wizard of Oz": "The Wiz". In den Hauptrollen - Diana Ross und Michael Jackson. Eigentlich schlimm genug dies, handelt es sich um eine Diana Ross, die so abgemagert ist, so großäugig durch die deprimierenden Bauten huscht, die Schultern immer etwas eingezogen, als schlüge bald jemand nach ihr, dass außer Frage steht, mit welchen Drogen sie sich zugeknallt hat. Amphetamine und Koks. Ihr irrwandernder Blick suggeriert zudem, dass sie gerade von einem mehrwöchigen Acid-Trip herunterkommt. Auf diesem Trip scheint sie auch gleich das Bühnenbild entworfen zu haben: ja, Oz ist in Sydney Lumets Interpretation eine düsteres Dystopia, das nur durch die schalen Farben amateurhafter, verwaschener Graffiti aufgehellt wird. Die Amphetamine sind vielleicht die einzige Gemeinsamkeit, die Diana mit der Ur-Dorothy Judy Garland hat. Michael Jackson sieht in der Rolle der Vogelscheuche erstaunlich menschlich aus. Da ich den Film im Schnelldurchlauf gesehen habe, kann ich nichts zur Musik sagen. Irgendwann habe ich mich einfach gar nicht mehr getraut hinein zu hören - wie die singenden Wesen aussahen, das war schon schwer genug zu ertragen. Wenn man schon eine afroamerikanische Fassung dreht, dann kann man ja auch die ollen weißen Kamellen wie "Somewhere over the rainbow" weglassen. So wird´s - - schwärzer. Auch das Haardesign entsprechend: Diana Ross, die bekanntlich nie Eigenhaar trägt, hat sich einen Mopp von der Textur eines Putzschwammmes aufgestülpt. Vielleicht WAR es ein Putzschwamm, vielleicht hat Diana Ross einen Schrumpfkopf, man weiß es nicht.
Der Film hat eine solche Beklommenheit in mir und meinem Gast ausgelöst, dass ich mich mehrfach entschuldigen musste und trotzdem noch eine gewisse Ermattung im Blick des Mitbetrachters ausmachen konnte. Es war kurz so, als habe der "Wiz" seine Seele absorbiert. Dieser stumpfe, leblose Blick verschwand erst nachdem wir mit "Connie und Carla" den Geist des "Wiz" ausgetrieben hatten.
Wenn sie Kinder kennen, die Sie nicht mögen: Schenken Sie Ihnen diesen Klassiker des afroamerikanischen Kinos!
glamourdick - 16. Jun, 17:46


schön zum Thema Abmagerung auch das Cover ihrer 1970 Solo (Debut?)Platte. Ich spekuliere, daß Bob Geldof die mal geschenkt bekam und ZACK, BandAid war geboren.
Wenn man die Typo wegnimmt, kann man eine schöne multiple-choice-Frage draus basteln: Wofür wirbt diese Frau: Schwindsucht?Benetton?Brot für die Welt?Entwässerungstabletten?