GOING GARGOYLE oder GLAM AND THE SUNSET BANNISTER
Ich will nicht zu larmoyant klingen, aber ich habe gerade eine beschissene Woche, aus der sich vermutlich zwei beschissene Wochen entwickeln werden. Die Gründe dafür sind unzählig, einige davon profunder als andere.
Ich bemühe mich, buddhistisch durch den bösen Strom zu schwimmen und auf die Blumen am Flussrand zu starren, während mein Geist sein Spiel mit dem Exorzismus von Missgunst, Schicksal und Hass treibt. Die gestrige Blume des Tages: ich kam in den Genuss eines Geländers. Es war in einem selten benutzten Flur in einem an sich schon sehr überraschenden Gebäude, das man von außen für einen Plattenbau halten könnte, das aber im Kern einen Jahrhundertwende-Bau beherbergt (1890ies). Ja, so was gibt´s, mitten in der Stadt. In diesem unbenutzten Flur, an sich schon sehr Norma Desmond, gibt es nun eine Geländerkonstruktion: ein Holzbalken, der von aus der Wand ragenden dreifingrigen Gargoyle*-Krallen gehalten wird. Die Cocteuaschen Arm-Lüster in "La Belle et la Bête" sind ein Dreck dagegen. Ich stellte mich daneben, winkelte meine Hand ab und legte den Ärmel meines Mantels darüber. Es sah sehr echt und zugleich sehr organisch aus. Und das liegt nicht daran, dass ich zuviel Neil Gaiman gelesen habe. Leider war keine Kamera dabei. Wenn Mlle Cassandra und ich mal unsere lang anvisierte Fotosession machen sollten - I know just the right place to go (gargoyle).
* Nach Wochen des aus-dem-Fenster-lehnend-Rauchens bin ich ziemlich sicher, wie der Wasserspeier erfunden wurde. Hässliche Bauarbeiter in Kathedralen mit Rauchverbot.
Ich bemühe mich, buddhistisch durch den bösen Strom zu schwimmen und auf die Blumen am Flussrand zu starren, während mein Geist sein Spiel mit dem Exorzismus von Missgunst, Schicksal und Hass treibt. Die gestrige Blume des Tages: ich kam in den Genuss eines Geländers. Es war in einem selten benutzten Flur in einem an sich schon sehr überraschenden Gebäude, das man von außen für einen Plattenbau halten könnte, das aber im Kern einen Jahrhundertwende-Bau beherbergt (1890ies). Ja, so was gibt´s, mitten in der Stadt. In diesem unbenutzten Flur, an sich schon sehr Norma Desmond, gibt es nun eine Geländerkonstruktion: ein Holzbalken, der von aus der Wand ragenden dreifingrigen Gargoyle*-Krallen gehalten wird. Die Cocteuaschen Arm-Lüster in "La Belle et la Bête" sind ein Dreck dagegen. Ich stellte mich daneben, winkelte meine Hand ab und legte den Ärmel meines Mantels darüber. Es sah sehr echt und zugleich sehr organisch aus. Und das liegt nicht daran, dass ich zuviel Neil Gaiman gelesen habe. Leider war keine Kamera dabei. Wenn Mlle Cassandra und ich mal unsere lang anvisierte Fotosession machen sollten - I know just the right place to go (gargoyle).
* Nach Wochen des aus-dem-Fenster-lehnend-Rauchens bin ich ziemlich sicher, wie der Wasserspeier erfunden wurde. Hässliche Bauarbeiter in Kathedralen mit Rauchverbot.
glamourdick - 19. Okt, 07:19


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