Der Ipod Touch hat nicht mal nen Netzstecker im Lieferumfang. Schee is ja, aber die "intuitive" Bedienungsführung (erstmal alles anklicken, verschieben, doppeltippen) löst nicht das Problem, die Musik von Flüster- auf Zimmerlaustärke hochzupegeln. In den Einstellungen ist das Maximum an Volume eingestellt, aber dass man im ausgewählten Lied noch einmal den Pegel höher stellen kann, davor stehen ein paar Wutanfälle und das Telefonat mit einem intuitiv begabteren Menschen. Danke, Frank! Die charmante Bedienungsanleitung (bzw. das mitgelieferte Werbeblatt) zeigt alle Funktionen des Pods, nur nicht, wie man sie bedient. Desweiteren im Lieferumfang: zwei Plastikplocken, deren Funktionalität sich mir bislang noch nicht erschlossen hat, ich war im Basteln noch nie sehr versiert, und der Inhalt von Überraschungseiern hat mich schon zum Zeitpunkt derer Erfindung eiskalt gelassen, mir ging´s immer mehr um die Schokolade. Um so demütigender, dass man dann als erwachsener Mensch da sitzt und kleine Plastikplocken an einen Designkunstwerk hält wie eine Miniatur-Handtasche ohne Henkel an eine Barbie-Puppe ohne Hände. Von den 16 GB, mit denen er ausgliefert wird, sind 2 bereits mit System belegt. Kommen die 6 GB Musikbibliothek hinzu hat man schon einen
halbleeren halbvollen Pod. Gerne schriebe ich jetzt ganz enthusiastisch über die Wlan-Tauglichkeit, das letztlich ausschlaggebende Kriterium für meinen Irrsinns-Kauf, aber das kleine Pödchen erkennt das Kennwort meiner Alice nicht an.
Das ist jetzt alles mal egal, denn so sehr mich die Produktmanie der Apple-Anbeter nervt - it´s a fucking sexy* gadget. Und wenn Du einen Sportwagen fährst, dann kannst Du halt nur eine Kiste Bier einkaufen.
Aber viel wichtiger als Gadget-Berichte: Ein geschätzter Kollege hat sein
Archiv geöffnet!
*Zugegeben, vieles an Sexiness geht flöten, wenn man bei Apple nicht mehr nur an Apple, sondern an Apple nur noch in Kombination mit diesem rosa Telefondings denkt, vor dem wir alle geflüchtet sind.