... (nicht nur meine) irritiert mich doch sehr. Leider bin ich ein neugieriger Leser und zu faul, urls per Hand einzugeben, also lösch ich die beiden doch nicht aus der Blogroll. Obwohl ich es comme il totatally not fault finde, Kommentare zu löschen. In den beiden Fällen jedenfalls. Ich meine, ich verstehe, warum. Aber dann hat man vielleicht das Blogdings falsch verstanden, wenn man eigentlich ungestört ein Tagebuch führen will. Oder es sich mit irgend jemand nicht verscherzen möchte. Reibung, Darlings. Reibung.
Da die rassige Rothaarige vorgestern ja böse beraubt wurde, wie die Boulevardmedien genüsslich berichteten (man hiel ihr "eine Funzel" ins Gesicht, berichtete schockiert der Berliner Kurier!) und ihr Berliner Konzert wegen Schock absagte (gerade jetzt wo sie um EUR 70.000 ärmer ist eine fragwürdige Entscheidung...), musste sich das Berliner Angsambl um göttlichen Ersatz für den heutigen Brecht-Abend bemühen. Man wurde fündig. Wer heute noch nicht weiß, wie der den Abend der Einheit zelebrieren soll, dem empfehle ich Georgette Dee & Terry Truck im BE, Schiffbauerdamm. Und nächste Woche die beiden selben mit "Greatest Hits" im Tipi. Wer kommt mit?
Und dann werden sie mich sagen hören "siehste siehste siehste!!".
Es gibt ja Schauspieler, wegen denen man sich einen Film nich anschaut, egal wie groß der Hype um ihn. Bill Murray führt für mich diese Liste an, um nichts in der Welt würde ich mir beispielsweise "Lost in translation" anschauen zumal der mit dem Doppelhorrorfaktor Murray/Johannsen aufwarten kann. Wenn ich nicht Verfasser, sondern Leser dieses Texts wäre, dann würde sich jetzt vor meinem inneren Auge SOFORT das Bild des anderen Schauspielers formen, den der Verfasser nicht ausstehen kann. Gleich nach Bill Murray, ich weiß, Sie wissen es, kommt das zapplige Unglück, der fratzige Kobold, der geringewachsene Willimas, Robert. Ich konnte ihn noch nie ausstehen. Trotzdem habe ich dann und wann versucht, mir Filme mit ihm anzuschauen. Bein "One Hour Photo" war der Plot zu verlockend. Und ich habe mir einfach vorgestellt dass der Mann da, der die Familie terrorisiert, gar nicht Robert W. ist. Bei "Insomnia" bin ich eingeschlafen. Und gestern in der Videothek griff meine Hand nach einem Film, in dem der Unsägliche die Hauptrolle spielt. Die knappe Zusammenfassung las sich gut. Mein Hauptgrund aber, ihn auszuleihen, war die weibliche Hautdarstellerin. Toni Collette. Die sucht sich keine schlechten Drehbücher aus. Wein aufgemacht, aufs Bett gelegt, Film gestartet. Nächste Überraschung: Drehbuch und Romanvorlage Armistead Maupin. Der hatte u.a. die "Tales from the City" geschrieben, die mich nicht so beeindruckt hatten, aber auch den wunderschönen Roman "Maybe the Moon", in dem es um das Leben der kleinwüchsigen Schauspielerin geht, die in Spielbergs "ET" im "ET"-Kostüm steckte. Collette, Maupin, spannende Inhaltsangabe hin und her. NICHTS hätte mich auf die Wirkmacht dessen vorbereiten können, was sich in den folgenden anderthalb Stunden abspielte. Natürlich ist es nicht Willimas, der beeindruckt, sondern Toni Collette. Sie weckt zunächst Symapthie, dann macht sie Angst und irgendwann steigerte sich diese Angst zu einem so plastischen Grauen, dass der Film für mich die ganze Nacht weiterlief. Was man vermutlich erst verstehen kann, wenn man den Film gesehen hat und dieses Blog schon eine Weile verfolgt. Ich will gar nicht zu viel von der Geschichte verraten. Vertrauen Sie mir, leihen Sie sich "The Night Listener". (Und verzichten sie darauf, sich den Trailer anzuschauen.)
And now for some completely different Toni Collette: Mein Lieblingsclip aus "Connie & Carla", einer Hommage an "Some like it hot", in der Nia Vardalos und TC als Mordzeuginnen in einer Transenbar untertauchen und ein sehr kritisches Publikum vor sich haben:
Ich finde, "Connie und Carla" sollte statt "Drei Nüsse für Aschenbrödel" jedes Jahr zu Weihnachten im Kinderprogramm laufen. Dann würde vielleicht so etwas* in Zukunft weniger passieren.
"It has been said, by someone far wiser than myself, that nobody is boring who is willing to tell the truth about himself. To narrow this down further, someone equally wise said that the things that make us ashamed are also the things that make us interesting."
Douglas Coupland, "Eleanor Rigby".