GLAMS BILDUNGSBLOG oder LA DÉLUGE CONTINUES
Ein Gutes hat ja die Mäuseplage. Ich lese über die französische Revolution (weil mir die Namen für meine Mäuse ausgehen). Louis den 17. gab es tatsächlich, finde ich heraus, auch wenn sein Regium keines war. Man hielt ihn von seiner Schwester Marie Thérèse getrennt gefangen. Er starb jung (Schwindsucht, vermutet man) und man stahl ihm aus Reliquiengründen das Herz, bevor man ihn in einem Massengrab beisetzte. Das konservierte Herz ging auf Reisen, tauchte mal hier, mal da auf. Nach zwei unabhängigen DNA-Tests im Jahre 2000 konnte man anhand der aus Marie Antoinettes Haaren gewonnenen DNA feststellen, dass es sich tatsächlich um das Herz eines ihrer Kinder handeln musste. Nur vier Jahre später, am 8. Juni 2004 bestattet man das Herz Louis-Charles´in der Basilika Sain Denis.
Nach diesem kleinen Ausflug in die Historie nun ein paar nützliche Tips im Umgang mit Hausmäusen.
- Lebendfallen sind für Hausmäuse so etwas wie eine Loopingbahn für Jahrmarktsbesucher: ein großer Thrill, den man meist unbeschadet übersteht.
- die klassische Holzmausefalle, die den Genickbruch der Maus herbeiführen soll, ist schwerfällig. Es ist erforderlich, den Bügel so sensibel einzustellen, dass die leiseste Berührung ausreicht, den Schnappmechanismus auszuösen. D.h., die Spitze des Bügels sollte direkt unter dem Haken angebracht werden. Fingerspitzengefühl ist erforderlich.
- Nutella ist der beste Köder.
- die Schweizer sind Präzisionsmenschen. Kein Wunder also, dass sie eine äußerst effektive Mausefalle entwickelt haben, die bereits einen Lockstoff enthällt. Die Falle ist mehrfach verwendbar und es ist nicht erforderlich, die Maus zu berühren, um sie zu entsorgen. Leider habe ich noch keinen Berliner Baumarkt entdeckt, der die "Swissinno"-Falle führt.
- Dem Ekelfaktor beim Entsorgen der Maus kann man folgendermaßen entgegenwirken: Man schneide eine Karstadttüte normaler Größe (die, wo die Schlaufen integriert und nicht appliziert sind) entzwei, lege sie auf den Küchenboden. Man stelle die Falle mittig darauf. Ist die Falle zugeschnappt falte man die Tüte über Falle und Leiche zusammen und entsorge so beide hygienisch. Nichtsdestotrotz warte ich, bis die Maus kalt ist, aber das ist Geschmackssache.
- Fallen positioniere man entlag der Zimmerwand, da Mäuse ungern Flächen überqueren und sich lieber an Wänden entlang bewegen.
- MAN ENTFERNE ALLE UNVERPACKTEN LEBENSMITTEL AUS REGALEN UND SCHRÄNKEN. Neu angeschaffte Lebensmittel platziere man im Kühlschrank.
- Wie bei einer Erkältung, muss man auch bei einer Mäuseplage Geduld aufbringen. Mäuse sind versiert darin, den Köder zu verspeisen, ohne die Schnappmechanismen auszulösen. Ist ein Mäusehobbie. So war auch in der heutigen Nacht eine Maus schlauer als die Falle effektiv. Nutella weg, Maus glücklich. Die Schlacht geht weiter.
Um noch einmal auf Louis den 17. zurück zu kommen. Anstelle ihn wie Marie Antoinette und Louis den 16. in der Mülltonne zu entsorgen, habe ich mir erlaubt, ihn an den Ort seiner Kindheit zurück zu führen. Ich hab ihn auf das Baugerüst vorm Nachbarhaus geschmissen. Bitte nicht weitersagen.
Nach diesem kleinen Ausflug in die Historie nun ein paar nützliche Tips im Umgang mit Hausmäusen.
- Lebendfallen sind für Hausmäuse so etwas wie eine Loopingbahn für Jahrmarktsbesucher: ein großer Thrill, den man meist unbeschadet übersteht.
- die klassische Holzmausefalle, die den Genickbruch der Maus herbeiführen soll, ist schwerfällig. Es ist erforderlich, den Bügel so sensibel einzustellen, dass die leiseste Berührung ausreicht, den Schnappmechanismus auszuösen. D.h., die Spitze des Bügels sollte direkt unter dem Haken angebracht werden. Fingerspitzengefühl ist erforderlich.
- Nutella ist der beste Köder.
- die Schweizer sind Präzisionsmenschen. Kein Wunder also, dass sie eine äußerst effektive Mausefalle entwickelt haben, die bereits einen Lockstoff enthällt. Die Falle ist mehrfach verwendbar und es ist nicht erforderlich, die Maus zu berühren, um sie zu entsorgen. Leider habe ich noch keinen Berliner Baumarkt entdeckt, der die "Swissinno"-Falle führt.
- Dem Ekelfaktor beim Entsorgen der Maus kann man folgendermaßen entgegenwirken: Man schneide eine Karstadttüte normaler Größe (die, wo die Schlaufen integriert und nicht appliziert sind) entzwei, lege sie auf den Küchenboden. Man stelle die Falle mittig darauf. Ist die Falle zugeschnappt falte man die Tüte über Falle und Leiche zusammen und entsorge so beide hygienisch. Nichtsdestotrotz warte ich, bis die Maus kalt ist, aber das ist Geschmackssache.
- Fallen positioniere man entlag der Zimmerwand, da Mäuse ungern Flächen überqueren und sich lieber an Wänden entlang bewegen.
- MAN ENTFERNE ALLE UNVERPACKTEN LEBENSMITTEL AUS REGALEN UND SCHRÄNKEN. Neu angeschaffte Lebensmittel platziere man im Kühlschrank.
- Wie bei einer Erkältung, muss man auch bei einer Mäuseplage Geduld aufbringen. Mäuse sind versiert darin, den Köder zu verspeisen, ohne die Schnappmechanismen auszulösen. Ist ein Mäusehobbie. So war auch in der heutigen Nacht eine Maus schlauer als die Falle effektiv. Nutella weg, Maus glücklich. Die Schlacht geht weiter.
Um noch einmal auf Louis den 17. zurück zu kommen. Anstelle ihn wie Marie Antoinette und Louis den 16. in der Mülltonne zu entsorgen, habe ich mir erlaubt, ihn an den Ort seiner Kindheit zurück zu führen. Ich hab ihn auf das Baugerüst vorm Nachbarhaus geschmissen. Bitte nicht weitersagen.
glamourdick - 10. Nov, 09:01

