Und wenn jemand noch nach einem geeigneten Weihnachtsgeschenk für mich sucht:
Kurt Kaupers Cary Grant, Öl auf Birkenholz 228,6 x 142,2cm.
Courtesy of
Frankfurtlounge.
P.S.: Zum Thema Weihnachtsgeschenke. "City Glam" von Armani stinkt. Bitte davon absehen. Da hätte der Giorgio mich mal besser machen lassen sollen. Mir schwebt da so eine mischung aus Tuberose, Gardenie, Vanille und Opium vor, aber ohne diesen Hauch Sellerie, den Marc Jacobs ins Spiel bringt.
glamourdick - 7. Dez, 10:54
"I´ve found that living is one dimension, thinking another and writing a third."
Ruth Rendell writing as Barbara Vine
In jedem Barbara Vine-Roman gibt es (mindestens) einen Satz, der hängen bleibt. Der obige stammt aus "No Night is too long", einem meiner Lieblingsromane, in dem sehr anschaulich und nachvollziehbar beschrieben wird, wie eine Liebe vergeht, sich dreht und wendet. Ich glaube, es war in "House of Stairs", da bemerkt die Erzählerin, wie fantastisch es eigentlich ist, dass wir in unseren Träumen Menschen erfinden. Wesen, die in unserem wahren Leben nicht existieren, die wir aber im Traum zu Leben erwecken. (Das Kreieren einer guten, stimmigen Romanfigur gestaltet sich so ähnlich und doch ganz anders. Zunächst ist es ein Entscheidungsprozess, der Denkakt. Aber irgendwann steht die erfundene Person plastisch vorm inneren Auge. Und wenn man weiß, wie ihre Stimme klingt, dann ist man auf dem richtigen Weg. Dann schreibt die Hand schon, was die Figur sagt, bevor der Autor es gedacht hat.)
Wer noch ein paar profunde (und preiswerte) Weihnachtsgeschenke braucht, dem sei das komplette Oeuvre von Frau Vine ans Herz gelegt. Am besten immer gleich doppelt kaufen: einmal zum behalten, einmal zum verschenken. Wer es nicht zu düster liebt, der möge mit "Asta´s Book" anfangen. Und danach "Brimstone Wedding".
glamourdick - 7. Dez, 08:50