Donnerstag, 29. Juli 2010

DER (WIRKLICH) SCHÖNE LADEN

Vorm "Schönen Laden" schau ich mir die Grußpostkarten an, weil die Mutter Dick am Sonntag Geburtstag hat. Die Inhaberin steht in der Tür und raucht.
"Ich schau mal, ob ich´s passend hab, dann musst Du nicht rein."
"Ach, das ist doch kein Problem, aber weißt Du was - die schenk ich Dir." Und strahlt, und ich auch.

4 BOYS, 4 BOATS, 4 BOTTLES OF WINE...

... is what I call the perfect summer day. Vielleicht schreibe ich ein Shanty.

Mittwoch, 28. Juli 2010

CAN´T YOU SEE I´M BURNING, BURNING

Vielleicht sollte ich doch nochmal einen Erfrischungskurs bei Heidi nehmen - es ist mein ungefähr dritter Urlaubstag (alle schön einzeln) in diesem Jahr. Und ich fühle mich schuldig.

Und so stellt sich mir die Frage - soll ich mal total overboarden und morgen auch noch frei nehmen?

Gesagt, getan.

Montag, 26. Juli 2010

DER LIEBE GOTT ACCORDING TO EVA HERMAN

„Das Ende der Loveparade dürfte mit dem gestrigen Tag besiegelt sein! Eventuell haben hier auch andere Mächte eingegriffen, um dem schamlosen Treiben ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann man nur erleichtert aufatmen!“

Quelle: Bild.

Nachtrag:
Das ganze Grauen hier.

HOSTEL

Haben Sie den gesehen? Den wo die Testosteron-Backpacker das geile Hostel in irgendeinem Balkanland aufsuchen und dann einer nach dem anderen auf´s Brutalste niedergemetzelt werden? (Müssen Sie nicht gesehen haben, schauen Sie lieber "Eden Lake".) Was an dem Film klar wird - Backpacker sind mitunter verpeilt, was ich auch während der Fussballweltmeisterschaft gemerkt habe, als die Fernseher vor den Hostels aufgestellt wurden und die Gäste sich auf die Straße gestellt haben, um zuzuschauen. Dann ihre verträumten Blicke, nachdem man zum vierten Mal andauernd gehupt hat, weil man gerne mit dem Wagen an ihnen vorbei möchte. Seit etwa einem Jahr ist meine Nachbarschaft, dank der Eröffnung eines wirklich schicken Hostels, ein Touristenmagnet. Das bedeutet aber auch, dass es zu Begegnungen wie der oben beschriebenen kommt und man für den Kioskbesuch mehr Zeit einplanen muss, weil der türkische Verkäufer erst einmal mit den drei Schwedinnen flirten muss, wofür er tatsächlich einen Englischkurs an der Volkshochschule besucht hat. Reisende bilden. Ja, aber warum beherbergt der Dick dann ständig Reisende, während er sich hier über sie beschwert? Das kann ich Ihnen sagen. Meine Gäste sind schlau. Intelligent genug, Couch zu surfen anstatt Geld für ein Hostel raus zu schmeißen, in dem sie sowieso nur mit anderen Reisenden ins Gespräch kommen und so praktisch nichts Einheimisches erleben.

Sonntag, 25. Juli 2010

GLAMOSAS oder KOCHEN, LEIDER OHNE SCHWADRONEUSE

Man gehe einkaufen, mit dem festen Plan, ein Brokeback-Mountain-Dinner zuzubereiten - Baked Beans, scrambled Eggs, Mashed Potatoes. (Fragen Sie nicht - mir war danach.) Dann stellt man fest, dass der Aso-Supermarkt keine Baked Beans führt, stattdessen aber Blätterteig, bereits ausgerollt und readymade. Ein so geniales Produkt, dass es garantiert binnen zwei Wochen wieder aus dem Sortiment fliegt. Kartoffeln, Mandeln, Rosinen, eine Dose Erbsen und Karotten. Kartoffeln kochen nach Methode Salzkartoffeln, danach in chunkige Stücke in etwa wie wenn man sich die Daumenkuppe abhackt, stückeln, den Rest der Zutaten beimischen, ordentlich würzen (ich persönlich schwöre aus Meersalz und Rainbow-Pfeffer, you can call me a fag but then I´ll hate on YOU), dabei auch die sonst nie verwendete Asia-Gewürzmischung Bio nicht zu zimperlich einsetzen. Den Teig, der praktischerweise bereits auf einer Schicht Bratpapier liegt, ein wenig in die Länge und Breite zuppeln (Vorsicht! nicht zerreißen!), dann die Kartoffel-Masse hineingeben und den Teig darüber zuzuppeln. Man könnte sich natürlich die Mühe machen, den Teig zu teilen und kleine Teigtaschen zu füllen und zuzuzuppeln, aber who needs it? Eine Große ist auch schick. Bei 200° ca 20 Minuten im vorgeheizten Ofen garen.

Man kann das mit Joghurt servieren, aber ich finde Kräuter Crême Fraiche gibt dem Ganzen mehr Pfiff.

Fazit, die Erbsen schmeckt man nachher nicht mehr durch, aber sie tun was für die Konsistenz, also nicht drauf verzichten. Glam appetit!

Samstag, 24. Juli 2010

HAPPY BIRTHDAY, LOVELY LADY FRANKENSTEIN (bienvenue á quarante-deux)

Freitag, 23. Juli 2010

JACK

http://hotelmama.twoday.net/stories/6437392/

Ich wollte es nicht im vorherigen Beitrag unterbringen, denn es ist ein Vorfall, der losgelöst von allen anderen gestrigen Ereignissen steht. Es hat mich sehr erwischt, zu erfahren, dass Jack tot ist. Jack ist der Hund einer Freundin, der einzige Hund in meiner Blogroll. Zu sagen, er sei der Hund der Familie ist zu wenig, mehr als andere Hunde war Jack ein Familienmitglied und, in seiner Rolle als Diabetes-Spürhund, ein auf´s Engste mit seiner Besitzerin verbundener Vertrauter. Ich habe die Zeiten, die ich mit dieser Familie verbracht habe, sehr genossen. Zu sehen, wie der Familienneuzugang sich auf alle auswirkt. Aber besonders den wunderbaren Charakter Jacks zu erleben, der ein unglaublich süßer Welpe war, dann ein wilder und trotzdem verlässlicher, präzise geschulter Junghund. Als ich ihn zuletzt sah war er gerade ausgewachsen. Eine Schönheit. Und es tut weh, dass die Familie nicht mehr Zeit mit ihm hatte. Bye, Jack. Doro, my heart goes out to you and the boys.

http://glamourdick.twoday.net/stories/5598727/

22.07.2010 oder AT LAST

9.30 Uhr. Der Tag hat noch gar nicht richtig begonnen, aber das Thermostat hat sich schon hochgepegelt. Der Aufwachgedanke - Mmmmmmmmh, ich könnte jetzt im Büro sein, aber nein, ein Tag Urlaub. Der zweite Gedanke ist Schwitzen. Wenig später trifft die SMS von T. ein. Mein aktuell anreisender Couchsurfer liegt im Görli und fragt, wann er vorbei kommen kann. Anytime, Dear, anytime.

Instant sympathy. "If you don´t have any other thing planned, I´d like to show you my favourite part of Berlin, and it´s a place most tourists don´t see. Not Berghain, though."
Und so pumpen wir die Boote auf, gehen ins Wasser, es ist diesig überm See, angenehm, noch zeichnet sich kein Unwetter ab. Und schippern und reden, liegen im Wasser, er erzählt von seiner Reise, die bereits ein halbes Jahr andauert und noch lange nicht vorbei ist. Einmal mehr bin ich ein Routenpunkt im Leben eines eigentlich Fremden und fühle mich wohl in dieser Rolle. Irgendwann erzählt der von Kate Bush´s "The Line, the Cross and the Curve" - praktischerweise muss ich ja noch beim Strike gießen und kann die DVD ausleihen. Ein Bier im Minki, dann Balkonzeit. Frankie kommt vorbei, der Mitbewohner setzt sich dazu, und als der Regen zu vehment wird gehen wir rein und schauen Kate, dann Cyndi.

Im Laufe des Nachmittags ereilt mich eine schreckliche Nachricht. Ich habe sie emotional verpackt und in eine Ecke verschoben, aber irgendwann, Frankie ist weg, T. schläft, entfaltet sie sich ungefragt. Aber da sitze ich mit dem neuen Mitbewohner und seinem Problem, das einer Lösung bedarf. Also wird weiter geredet, ich tue mein Bestes, seine Aufregung zu lindern, denke währenddessen den ganzen Tag nochmal, die Schönheit, der Mut, der mir begegnet ist, und auch wenn ich längst schlafen sollte merke ich, wie gut das alles ist, wie ich mir ein Umfeld kreiert habe, das genau so wie es ist richtig ist.

Mittwoch, 21. Juli 2010

21.07.2010

Wo denn die Stars beim Schlagerfestival auftreten. Andrea Berg? Aufm Berg. Tony Marshall? Gendarmenmarkt. Judy Winter? Erst im Dezember. Mary Roos? Botanischer Garten.

Aus dem Mitbewohnerzimmer klingen die Stimmen der Beales, auf dem Weinglas bilden sich Kondens-Perlen, morgen ist frei, what a Glam wants, what a Glam needs. Patenkind wohlbehalten zurück aus Hollywood. Lindsay eingeknastet - I love this summer! Und wer mit will - morgen so ab 12. Der übliche See. Anrufen. Boats galore.

20.07.2010 Teil 2

Noch immer hat mir niemand verraten, was es mit der Rauchwolke auf sich hatte. Indes - es ist mir auch lieber, die Berliner Feuerwehr löscht Brände, als ihre Homepage zu pflegen.

Anderthalb Stunden des gestrigen Tages wurden darauf verwendet, Blumen zu gießen. Die des Herrn Strike, die dessen langjährigen Mitbewohners und am Abend die eigenen. Nach den vormittäglichen Begegnungen, die mich sonnig stimmten, dann die abendlichen, ebenso sonnig. Bomec ruft pünktlich zum Arbeitsschluss an, weil er ein Geschenk für mich hat und bringt es vorbei. Es handelt sich um ein Badelaken in meinen Lieblingsfarben, auf dem nicht Marilyn Monroe, sondern eine andere Dame abgebildet ist. Wenn wir die Schlampenverkäuferin in Brüssel ausfindig gemacht haben, gibt es schlimm auf die Fresse. Sie hat eine elaborate "Ah mais oui, la fameuse Marilynne Monreux-Coca Cola-Werbungs-Legende" erfunden, nur um ein auch ohne Marilyn zauberhaftes Badelaken an den Mann zu bringen. Times is hard, aaaaaber bei Marilyn-Legenden hört der Spaß auf. Auf die Fresse also.

Später am Abend kam dann noch der neue Mitbewohner dazu und wir tranken den üblichen spanischen Chardonnay und redeten Leben und Tod zu schöner Musik. Es gibt ja so Tage, wo alles schön ist und man gesellig, und plötzlich ist es zu viel und man muss dringend allein sein. Gestern war das Gegenteil davon.

Ich trau mich noch nicht, ihn wieder aktuell zu verlinken, weil ich nicht weiß, ob er´s durchzieht, aber im intimen Kreis verrate ich - Bomec hat sein Blog wieder in Betrieb genommen.

Tell me the truth

"It has been said, by someone far wiser than myself, that nobody is boring who is willing to tell the truth about himself. To narrow this down further, someone equally wise said that the things that make us ashamed are also the things that make us interesting." Douglas Coupland, "Eleanor Rigby".

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